I  n s P I R A T I O N

Meditative Naturfilme

Das Filmen

Entscheidend bei den meditativen Naturfilmen ist nicht die Technik, sondern das Motiv.

Es dauerte bei allen Filmen längere Zeit, bis mir klar war, welche Orte, Zeiten, Wetterbedingungen und Ausschnitte in Frage kommen könnten.

Es braucht dazu einige Erfahrung, Gespür für den richtigen Moment, die richtige technische Einstellung, einen geeigneten Blickwinkel.

Auch außergewöhnliche Standorte für die Kamera sind manchmal nötig, beispielsweise im Meer auf einer Sandbank, die von der beginnenden Flut überschwemmt wird. Oder auf einem unzugänglichen Felsen.

Auch die Filmzeiten sind nicht immer zu den üblichen Bürozeiten: nachts oder ganz früh morgens ist genauso möglich.

Wenn alles passt, dann ist das Filmen ganz einfach, denn hier gibt es keine ganz großen technischen Dinge zu beachten. Im Gegenteil.

Folgende Grundsätze halte ich beim Filmen ein:

  • Das Motiv bewegt oder verändert sich, und die Kamera ist absolut statisch.
  • Lange und sehr lange Einstellungen sind gut, damit das Auge verweilen kann und nicht ständig neue Reize auf den Betrachter, die Betrachterin einstürmen.
  • Ich verzichte vollständig auf Zoomen und Schwenken der Kamera beim Filmen.
  • Ich verändere oder beeinträchtige das Motiv und den Drehort möglichst wenig durch meine Anwesenheit und Aktivitäten. Ich hinterlasse idealerweise keinerlei Spuren.
  • Ich habe einen starken emotionalen Bezug zu meinen Motiven und dem Drehort.
  • Die Motive sollen alltäglich und gleichzeitig interessant, harmonisch und optisch ansprechend sein.
  • Keines der Motive ist gestellt.

Die Nachbearbeitung

  • Die Qualität des Orginalmaterials ist entscheidend: Nur das, was passt, wird ausgewählt.
  • Eine technische Nachbearbeitung gibt es nur in einem ganz minimalen Rahmen. Ich verzichte insbesondere Auf Zeitlupen und Zeitraffer und verändere auch die Farben nicht mehr. Es gibt keine größeren technischen Effekte als langsame oder etwas schnellere Übergänge von einer zur nächsten Szene.
  • Es geht dann darum, die geeigneten Motive in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Obwohl es keine echte Handlung gibt, braucht es einen erkennbaren roten Faden.


Die Musik

Die Musik habe ich entweder selbst komponiert oder ich habe ohne Notenvorlage improvisiert. Eingespielt wurde sie am Keyboard, und anschließend hinterlegt ich die aus meiner Sicht passenden Instrumente.


Wichtig ist mir, dass es immer einen spürbaren Bezug zum Film gibt. Die Musik unterstreicht die Bilder, verstärkt sie oder bildet in einigen Fällen auch einen bewußten Kontrast dazu. Immer geht es mir darum, dass sie harmonisch klingt und ansprechende Melodien bildet. Sie darf zum Träumen anregen, zum Mitsummen, zum Tanzen.


 
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